Was passiert mit meinem Plasma?

Plasma wird in der direkten Anwendung am Patienten eingesetzt (Quarantäneplasma, virusinaktiviertes Plasma), oder zu lebensnotwendigen Medikamenten verarbeitet.

Diese werden Patienten zur Verfügung gestellt, deren Blut wichtige Funktionen nicht mehr erfüllen kann.Dazu gehören z. B. Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder lebensgefährlichen Immunschwächen.

Die Hersteller beziehen das benötigte Plasma von Plasmapheresezentren und Blutspendediensten. Die enge Kooperation der Hersteller mit den Blutspendediensten gewährleistet dabei die Versorgung der Patienten mit Plasma und daraus hergestellten Plasmakonzentraten.

Zur Herstellung der Plasmapräparate werden etwa 1.000 bis 10.000 Plasmaspenden zusammengeführt (gepoolt). Aus diesem Plasmapool werden die verschiedenen Plasmaproteine gewonnen, gereinigt und konzentriert. Die dafür eingesetzten Verfahren machen sich die unterschiedlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften der Proteine zunutze. Diese Verfahren sind so schonend, dass die Proteine in ihrer Struktur und Funktion nicht verändert werden.

In den Herstellungsprozess sind Verfahren zur Virusinaktivierung (Zerstörung der Viren) und Virusabreicherung (Entfernung der Viren) integriert. Diese gewährleisten auch für den Fall, dass trotz der Virustestungen eine virusbelastete Spende in den Herstellungsprozess gelangen sollte, ein hohes Maß an Sicherheit. Mit virusinaktivierten Plasmaprodukten gab es in den letzten zehn Jahren keine Übertragungen von Viren, wie z. B. AIDS-Virus oder Hepatitisvirus.

Plasmakonzentrate: mit einer Spende mehreren Patienten helfen!
Die Menge des verfügbaren Plasmas ist begrenzt. Daher ist es wichtig, dass Sie als Spender dauerhaft und regelmäßig zur Spende kommen. Die Auftrennung des Plasmas in seine Wirkstoffe ermöglicht, dass Bestandteile einer Plasmaspende mehreren Patienten helfen können.